Betriebswirtschaft
Deckungsbeitragsrechnung mit Break-even-Diagramm
Gib Preis, variable Stückkosten, Fixkosten und Absatzmenge ein: Du erhältst den Deckungsbeitrag, die Gewinnschwelle, die Sicherheitsspanne und den operativen Hebel, dazu das Break-even-Diagramm.
Deckungsbeitrag und Gewinnschwelle
Der Deckungsbeitrag ist, was von jedem Verkauf nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt: Preis minus variable Stückkosten. Er deckt zuerst die Fixkosten und bildet dann den Gewinn. Bei 50 Euro Preis und 30 Euro variablen Kosten bringt jedes Stück 20 Euro Deckungsbeitrag.
Die Gewinnschwelle (Break-even-Punkt) ist die Menge, bei der die Deckungsbeiträge genau die Fixkosten decken: Fixkosten ÷ Stückdeckungsbeitrag. Bei 40.000 Euro Fixkosten sind das 2.000 Stück; bei 3.000 verkauften Stück beträgt der Gewinn 20.000 Euro und die Sicherheitsspanne ein Drittel des Absatzes.
Der operative Hebel misst, wie stark das Ergebnis auf den Absatz reagiert: Gesamtdeckungsbeitrag ÷ Betriebsergebnis. Im Beispiel beträgt er 3: Steigt der Absatz um 10 %, wächst der Gewinn um 30 %, und bei einem Rückgang schrumpft er ebenso schnell. Mehr Fixkosten bedeuten mehr Hebel und mehr Risiko.
Häufige Fehler
- Kosten als variabel einstufen, die sich mit der Menge nicht ändern, etwa die Miete: Der Deckungsbeitrag fällt zu niedrig aus.
- Deckungsbeitrag und Gewinn verwechseln: Der erste berücksichtigt die Fixkosten noch nicht.
- Den Preis nur aus der Gewinnschwelle ableiten, ohne den Markt zu beachten: Die Absatzmenge hängt auch vom Preis ab.
Häufige Fragen
Was unterscheidet Deckungsbeitrag und Rohertrag?
Der Rohertrag zieht vom Umsatz den Wareneinsatz ab, der auch fixe Produktionskosten enthalten kann; der Deckungsbeitrag zieht nur die variablen Kosten ab und ist die Grundlage der Break-even-Analyse.
Wozu dient die Sicherheitsspanne?
Sie zeigt, wie weit der Absatz sinken darf, bevor Verlust entsteht. 33 % bedeuten, dass der Absatz um ein Drittel fallen kann, bis die Gewinnschwelle erreicht ist.
Welches Produkt sollte man fördern?
Ist ein Engpass vorhanden, etwa Maschinenstunden, das mit dem höchsten relativen Deckungsbeitrag je Engpasseinheit, nicht das mit dem höchsten Stückdeckungsbeitrag.
So funktioniert diese Berechnung
Stückdeckungsbeitrag = Preis − variable Stückkosten; Deckungsbeitragsquote = Stückdeckungsbeitrag ÷ Preis. Gesamtdeckungsbeitrag = Stückdeckungsbeitrag × Menge; Betriebsergebnis = Gesamtdeckungsbeitrag − Fixkosten. Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Stückdeckungsbeitrag; Break-even-Umsatz = Break-even-Menge × Preis. Sicherheitsspanne = (Menge − Break-even-Menge) ÷ Menge. Operativer Hebel = Gesamtdeckungsbeitrag ÷ Betriebsergebnis. Menge für Zielgewinn G = (Fixkosten + G) ÷ Stückdeckungsbeitrag.
Verwandte Rechner
Gewinnschwelle (Break-even)
Stückzahl und Umsatz zur Deckung der Fixkosten, mit Deckungsbeitrag und Sicherheitsmarge.
Optimale Bestellmenge
Die kostenminimale Bestellmenge (Andler-Formel), Bestellungen pro Jahr, Kosten und Meldebestand.
Aufschlag und Marge
Verkaufspreis aus Kosten und Aufschlag oder Marge, mit beiden Kennzahlen.