Wie man Körperfett schätzt

Die US-Navy-Methode (Hodgdon und Beckett, 1984) schätzt den Fettanteil aus Umfängen, weil sich Fett vor allem am Bauch und bei Frauen an den Hüften sammelt. Man braucht nur ein Maßband und ein paar Sekunden.

Die Kategorien des American Council on Exercise lauten für Männer 2–5 % essenziell, 6–13 % Athleten, 14–17 % fit, 18–24 % Durchschnitt und ab 25 % erhöht; bei Frauen liegen die Schwellen etwa acht Punkte höher, weil ein Teil des Fetts für hormonelle Funktionen nötig ist.

Wenn du auch dein Gewicht eingibst, teilt die Rechnung es in Fettmasse und Magermasse auf: Muskeln, Knochen, Organe und Wasser. Das ist nützlicher als das Gewicht allein, um ein Training oder eine Diät zu verfolgen.

Häufige Fehler

  • Das Maßband zu fest ziehen: Es soll anliegen, ohne einzuschnüren.
  • Die Taille jedes Mal an einer anderen Stelle messen: Vergleiche über die Zeit verlieren ihren Sinn.
  • Das Ergebnis mit einer Körperfettwaage vergleichen: Die beiden Methoden weichen oft voneinander ab.

Häufige Fragen

Welcher Körperfettanteil ist gesund?

Etwa 14–24 % bei Männern und 21–31 % bei Frauen. Außerhalb dieser Bereiche lohnt eine genauere Messung.

Wie genau ist diese Methode?

Der typische Fehler liegt bei 3–4 Prozentpunkten. Genau messen kann man mit einer Hautfaltenzange in geübten Händen oder per DEXA.

Warum brauchen Frauen auch den Hüftumfang?

Weil Frauen mehr Fett an Hüften und Gesäß tragen und die Formel für Frauen das berücksichtigt.

So funktioniert diese Berechnung

Männer: %Fett = 495 / (1,0324 − 0,19077·log₁₀(Taille − Hals) + 0,15456·log₁₀(Größe)) − 450. Frauen: 495 / (1,29579 − 0,35004·log₁₀(Taille + Hüfte − Hals) + 0,22100·log₁₀(Größe)) − 450, Maße in Zentimetern. Fettmasse = Gewicht × % / 100.